Kein morgen

Luft Luft Luft Luft Luft Ich brauche Luft Ruhe Endlich Ruhe für mich Keine Ruhe Stetig eingebunden in irgendwelche Tätigkeiten, Beziehungen Alle erwarten alles Sehen nichts Fordern nur Lassen mich fallen und lachen mich aus Trampeln auf mir herum Auf meinen Gefühlen Wissen nicht was ich sehe Wie ich sehe Wie ich fühle Wie ich leide Selbstgerecht bin ich Hab's erkannt Hab's bestätigt Kann nichts dafür Und nichts dagegen tun Eingesperrt verborgen in einem Käfig aus Vorwürfen Erwartungen Zwängen Ängsten Druck Will mich ändern Mich bessern Aber keine Chance Alle wollen alles Und ich kann nichts Sind es leid mir zu helfen Mich zu fangen Sehen mir beim Absturz zu und schimpfen über meine Schwäche Kann nur weinen Sehe nur noch Tod Tod Tod Allein mit meinen Gedanken Ohne eine rettende Hand Jeder Tag verschlafen Kein Grund zum Aufstehen Und keiner zum Stehen bleiben Vereinsamt zwischen tausenden Menschen Kaputtgekriegt Scheintot Erdrückt vom Nichts Geschändet vom Jetzt Zurückgelassen vom Morgen Und am nächsten Tage ist sie fort

5.8.08 17:29, kommentieren

Neues Blog - alter Frust

" Wenn du mich befreist aus dem Käfig meiner Kindheit
Öffne ich die Tür zu einer Welt aus Schmerz und Angst

Wenn du mich berührst an den Wunden meiner Torheit
Rede ich von Ende und dass Zeit die Schmerzen stillt
Wenn du mich betrügst vor den Augen meiner Wahrheit
Liege ich mit Wut in der Träne der Vergangenheit

Wenn du mich begreifst mit dem Elend meiner Blindheit
Habe ich das Wort in das endlos taube All verdammt

Wenn du mich befragst nach dem Ziel in meiner Weisheit
Suche ich den Ort für meine bleichen Knochen aus

Das Leben dreht sich viel zu schnell
Der Puls der Zeit nimmt mir den Mut
"

Wenn man mich fragen würde nach einem Wort, das meine derzeitige Laune beschreibt, würde ich sagen Kampf. Von jetzt auf gleich von 0 auf 100, und ebenso schnell wieder zurück, und ich mittendrin, Hauptperson und doch nur Nebenrolle, ausgeliefert der puren Willkür, hin- und hergerissen zwischen Gefühlen, die ich nicht verstehe, nicht in gut oder schlecht einordnen kann, schlichtweg überfordert von den Gedanken, die sich in mir paaren, sich begegnen, sich erschlagen. So gern wär ich ohnmächtig, ohne ein Bewusstsein für die Schlachten, die in mir ausgetragen werden, ohne, dass ich einen Fuß auf das Kriegsgebiet setzen darf, dass mich stumpf macht für alles herrliche, das mir widerfährt und empfänglich für die Angst, den Schmerz. Sie haben mir ein Korsett geschnürt, zu fest, als dass ich menschenwürdig atmen und leben könne doch auch zu locker, als dass ich, mit Erfolg vor meinem Leben geflüchtet, unter der Erde ruhen dürfe. Bedachte Quälerei - grausame Bestrafung für ein Kind, das ein Leben, aber kein Bewusstsein hat, für das Freude und Liebe nur reine Wörter sind, ohne Klang und Bedeutung, aber doch assoziiert mit Licht, und mit Neid.

Das Herz Gottes ist nicht groß genug für alle Bewohner dieser Erde - mich hat er sich selbst überlassen, einem Mädchen, dessen Herz nicht mal groß genug für sich selbst ist.

1 Kommentar 17.7.08 01:45, kommentieren